Segeln 2025
Am Samstag, den 26.07.2025 trafen sich ab 8:30 Uhr 30 Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren gemeinsam mit 3 Betreuern an der Wernigeröder Schwimmhalle um mit dem Bus in die Niederlande zu fahren. Dort wollten sie mit der Novel, ein Segelschiff der Holland Sail eine Woche lang von Hafen zu Hafen segeln. Nach 7 langen Stunden Fahrt kamen sie dann im Hafen von Enkhuizen an. Erst einmal mussten alle mit anpacken, damit der Bus so schnell wie möglich ausgeladen werden konnte und sämtliche Taschen, Utensilien und Lebensmittel schnell ins Schiff verladen werden konnten. An diesem Tag wurde natürlich nicht mehr gesegelt, stattdessen wurden ein paar Spiele im Freien gespielt, um die Gruppe näher zusammenzuführen.
Darunter waren unter anderem: Menschenmemory, einige Staffelspiel und „Kuh, Stall, Kuhstall“. Nach dem Abendessen wurde noch das „Gummibärchenhandelsspiel“ eingeleitet. Der Abend endete auf dem Schiff mit einigen Runden „Werwolf“, „Schach“ und „Stadt, Land, Fluss“, bevor es um 23:30 Uhr für die angehenden Segler Schlafenszeit hieß und alle müde in ihre Betten fielen.
Für einige mutige begann der erste Tag bereits vor 7:30 Uhr. Mit einem Betreuer gingen diese direkt von der Novel aus über eine Leiter in das kalte Wasser zum Frühschwimmen, bevor sich anschließend alle im Aufenthaltsraum zum gemeinsamen Frühstück trafen. Nach der Kräftigung konnten sich die Jugendlichen bei Spielen, wie z.B. dem Reiterkampf noch einmal auspowern, bevor sie die Segeleinweisung bekamen und sich auf eine lange Fahrt zum nächsten Hafen begaben. Die Novel erreichte dabei zeitweise eine Geschwindigkeit von bis zu 9 Knoten (ca. 17 km/h). Währenddessen sangen sie gemeinsam verschiedene Lieder oder spielten im Aufenthaltsraum unterschiedliche Gemeinschaftsspiele. Nach dem Anlegen gegen 18 Uhr gab es direkt Abendessen, bevor sich jeder von den Novel begab, um sich für das Spiel „Wetten, dass“ zu versammeln. Bei diesem fanden sich mehrere Gruppen zusammen, welche sich jeweils eine Wette ausdachten, welche die anderen Gruppen meistern mussten. Unter anderem mussten sie in einer leeren Fischdose eine Nudel zum kochen bringen und anschließend in diese einen Knoten machen. Vor dem Schlafengehen konnten sich alle individuell beschäftigen, beispielsweise mit Spazierengehen oder Spielen.
Auch der Montag startete erneut mit dem Frühschwimmen. Aufgrund der Kälte des Wassers und der frühen Uhrzeit fanden sich nicht mehr so viele, die den Sprung ins kühle Nass wagten. An diesem Tag stand selbstverständlich nach dem Frühstück wieder Segeln an. Dieses war aufgrund des Windes, der Fahrbahn sowie des Strömungsverhältnisses von vielem Kreuzen geprägt. Kurz vor dem Hafen der Westfriesischen Insel Terschelling kam zu dem Wind ein starker Regen hinzu und die Segeln mussten früher als geplant herabgelassen werden. Mit dem Motor kam die Novel dennoch sicher im Hafen der Insel an und die Besatzung ging in die Stadt um „Ein Appel und ein Ei“ zu spielen. Jede der Gruppen bekamen diese beiden Lebensmittel und gingen zu verschiedenen Häusern, Läden und Restaurants um diese gegen bessere Sachen zu tauschen. Am Ende gab es sogar ein Sofa, eine Mikrowelle und einen Bierkrug. Der Tag endete mit „Mister Badehose und Miss Bikini“ und anschließender Freizeit in der Stadt.
Am 29.07. brach nach dem Frühstück das Vogelgrippevirus aus. Einige wurden dadurch in Hühner verwandelt und der Rest musste dann unter anderem ein Spiegelei in einer Fischbüchse braten, einen Eierlauf absolvieren oder ein Ei so verpacken, dass es beim Fall auf den Boden nicht kaputt geht. Anschließend segelte die Gruppe weiter. Ziel des Tages war es nicht einen weiteren Hafen zu erreichen, sondern auf einer Sandbank trockenzufallen. Während dieses Vorgangs spielte die Gruppe „Madame Tussauds“, wobei jedem eine Rolle zugeteilt wurde und während des Spiels mussten verschiedene Aufgaben oder Wetten bestritten werden. Dann war auch schon das Wasser um das Schiff herum verschwunden und die Jugendlichen samt Betreuer gingen für eine kurze Wattwanderung von Bord, wobei sie unter anderem Wattwürmer, Krebse oder Seesterne entdeckten. Auch die Nacht verbrachten sie auf dem Meer und konnten von dort einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten.
Am nächsten Tag segelte die Gruppe dann Richtung Kanincheninsel mit einer Schleusenfahrt inbegriffen. Es handelt sich dabei um eine unbewohnte Insel. Dort angekommen gab es die Möglichkeit sich im Wasser abzukühlen, jedoch waren die Wellen sehr hoch, was das Schwimmen erschwerte. Anschließend folgte ein Geländespiel, welches „Hüterin des Lichts“ lautet, wobei es um taktisches Zusammenspiel in den jeweiligen Gruppen geht und damit neben der Fitness auch das Gemeinschaftsgefühl stärkt. Zum Abendbrot wurde gegrillt und anschließend der langersehnte Casinoabend durchgeführt. Dabei traten jeweils zwei Kinder in lustigen Spielen gegeneinander an, während die restlichen Kinder mit Spielgeld auf ihren jeweiligen Favoriten wetten konnten. Anschließend konnte sich noch gemütlich ans Lagerfeuer gesetzt werden.
Der vorletzte Tag, der 30.07. startete mit der gefürchteten Neptuntaufe. Insgesamt wurden sechs Jugendliche getauft und wurden dabei in einem Joch gefesselt und mit Eiern, Rasierschaum und Mehl eingerieben, bevor sie über einen Trichter ein Getränk verabreicht bekamen. Anschließend ging es nach Stavoren, allerdings heute ohne Segel. Dort angekommen hatten die Jugendlichen Freizeit und konnten die Stadt besichtigen, im Hafen oder am Strand baden gehen. Gegen 18 Uhr begann dann der Traumschiffabend, wobei sich die Mädchen in Kleidern und die Jungs in Hemden schick anzogen und als Paare zum Abendessen gingen. Dieses bestand aus vielen leckeren Kleinigkeiten wie zum Beispiel Baguette, Filet, Obst und Gemüse. Im Anschluss des Traumschiffabends folgte noch ein Programm, welches die Jugendlichen selbst gestalteten. So wurde Rumpelstilzchen als modernes Märchen aufgeführt, getanzt, Witze aufgesagt oder ein Quizduell durchgeführt.
Der letzte Tag startete früher, aber selbstverständlich erneut mit einem Frühschwimmen im Hafen. Anschließend hieß es Frühstück, die letzten Sachen zusammenpacken und Segel hissen. Zum Schluss der abenteuerreichen Woche gab es noch einmal einen starken Regen, wobei alle noch einmal ziemlich nass wurden, dennoch erreichten sie den Hafen von Enkhuizen rechtzeitig und sicher. Dann hieß es nur noch Taschen und weitere Gegenstände in den Bus verladen und kaum waren sie im Bus schlief die Gruppe mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck ein.