Ritterfreizeit
Die erste Ferienwoche organisierte der Harzer Schwimmverein 2002 eine Ritterfreizeit auf dem Ponnyschloss Altenhausen.
Tägliche Reitausbildung, ein Herry Potter Tag, dazu ein Rollenspiel passend zum Thema Mord in der Magier Schule, ein Wetten-Dass Abend, ganz viele Sportspiele, der Bau der Festung Altenhausen sowie Erkundungen im geheimen Burgverlies .
Auch das entführte Schneewittchen musste befreit werden und der Turmbau zu Babel musste vollendet werden. Außerdem gab es noch ein absolut gelungenen Casino -Abend und ein Lagerfeuer. Ein besonderes Erlebnis war das reiten mit Kostümen durchs Schloss.
Höhepunkt war der Ritterschlag in dem Rittersaal und das Rittermahl im Burgkeller. Den Abschluss bildeten Rollenspiele und das moderne Märchen Hänsel und Gretel.
Glücklich, ein wenig müde, aber voller unvergesslicher Erlebnisse traten wir die Heimreise wieder an.
Hier folgen die Chroniken (Stundenbücher):
Alle Jahre wieder ging es mit dem Harzer Schwimmverein zur Ritterfreizeit nach Altenhausen.
Ab 8:45 Uhr trafen sich alle Teilnehmer auf dem Parkplatz der Schwimmhalle Wernigerode.
Gegen 11:00 Uhr kamen die jungen Ritter- und Burgfräuleinanwärter samt Gepäck am Schloss Altenhausen an. Natürlich mussten wieder zahlreiche Utensilien ins Schloss gebracht werden – schließlich wären Ritter ohne Rüstung und Schwert und Burgfräulein ohne ihr Kleid kaum vorstellbar.
Nachdem alle ihre Zimmer bezogen und die Betten gemacht hatten, gab es zunächst ein stärkendes Mittagessen.
Zum Einstieg in die Woche standen einige Sport- und Staffelspiele auf dem Programm, darunter auch „Pflanzen gegen Zombies“ in einer Völkerball-Variante.
Nach dem Kaffeetrinken erkundeten die Kinder bei einer Schlossrallye das Gelände. Die Fragen erwiesen sich dabei als deutlich kniffliger als erwartet.
Am Abend mussten die Kinder mithilfe verschiedener Rollen und Hinweise herausfinden, wer Schneewittchen entführt hatte. Vor der Nachtruhe um 21:30 Uhr blieb noch Zeit für eine kleine Runde Tischtennis.
Nach dem Frühstück begann die erste Reitausbildung.
Zunächst hatten Kinder und Pferde Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen. Anschließend wurde ohne Sattel geritten, um ein besseres Gefühl für das Pferd und dessen Bewegungen
zu entwickeln.
Nach dem Mittagessen bestand die Aufgabe darin, die Prinzessin aus dem Burgverließ zu befreien. Das Spiel endete mit einem Besuch des Schlossturms, von dem aus die Kinder einen beeindruckenden Blick über die umliegenden Felder und Ortschaften genießen konnten.
Am Abend wurden die Teilnehmer beim Spiel „Wetten, dass...?“ in fünf Gruppen eingeteilt. Die Teamleiter stellten verschiedene Herausforderungen, beispielsweise einen Keks allein durch
Gesichtsbewegungen von der Stirn in den Mund zu befördern oder in eine Zitrone zu beißen, ohne eine Miene zu verziehen.
Im Anschluss wurde noch die Umgebung des Schlosses erkundet. Auf einem Feld mit zahlreichen Heuballen wurde geklettert, balanciert, versucht, die Ballen zu rollen oder einfach gemeinsam gesessen und erzählt.
So kehrten alle gut gelaunt zum Schloss zurück.
Nach dem Frühstück wurde zunächst etwas Ordnung in den Gemächern der Ritter und Burgfräulein geschaffen.
Anschließend stand wieder die Reitausbildung auf dem Programm. Einige Kinder durften nun bereits selbstständig reiten und konnten ihr Können weiter ausbauen.
Nach so viel Aktivität am Vormittag, kam der Aufruf zum Mittag gerade recht.
Gut gestärkt konnte man dann in ein Geländespiel starten. Bei diesem Spiel wurden zunächst Karten verteilt, sodass jedes Kind wusste, welche Spielfigur es selbst war und welche Spielfigur aus der gegnerischen Mannschaft es gefangen nehmen musste. Gewonnen hatte das Team, das die zuvor festgelegte Zielperson der gegnerischen Mannschaft zuerst gefangen nahm.
Nach dem Abendessen folgte der beliebte Casinoabend. Hier konnten die Kinder auf verschiedene Wettbewerbe wetten – beispielsweise darauf, wer eine Klopapierrolle schneller mit den Füßen abrollen oder ein eingefrorenes T-Shirt am schnellsten anziehen konnte. Dabei wurden Einsätze von mehreren tausend Euro gemacht – selbstverständlich nur mit Spielgeld.
Den Abschluss des Tages bildete ein gemütlicher Abend am Lagerfeuer.
Auch der Mittwoch begann mit der Reitausbildung. Diesmal führte der Ausritt über die umliegenden Felder und bot allen die Möglichkeit, das Gelernte weiter zu festigen.
Am Nachmittag stand alles unter dem Motto „Harry Potter“. Nachdem der sprechende Hut alle Kinder den verschiedenen Häusern zugeteilt hatte, ging es hinaus auf die Schlosswiesen. Dort wurde zunächst eine Besenolympiade veranstaltet, bei der Geschicklichkeit, Teamgeist und Kreativität gefragt waren.
Nach einer kleinen Stärkung folgten weitere Spiele. Außerdem konnten die Kinder mit LARP-Waffen kämpfen und versteckte Gegenstände suchen.
Zum Abendessen wurde gemeinsam gegrillt.
Den Tagesabschluss bildete ein großes Rollenspiel, bei dem jeder Teilnehmer eine eigene Rolle mit individuellen Aufgaben erhielt. Gemeinsam mussten die Kinder verschiedene Hinweise kombinieren, um einen spannenden Fall aufzuklären.
In der letzten regulären Reitstunde wurde besonders das Traben geübt. Dabei achteten die Reitlehrer nochmals intensiv auf den richtigen Rhythmus, sowie die korrekte Bewegung des Reiters auf dem Pferd.
Nach dem Mittagessen unterstützten die jungen Ritter und Burgfräulein Robin Hood bei einer Aufgabe, die nur mithilfe geschickter Tauschgeschäfte gelöst werden konnte.
Anschließend gab es für alle ein Eis mit frischen Früchten, bevor eine freie Beschäftigungszeit folgte. Einige besuchten den Streichelzoo, andere lieferten sich Kämpfe mit den LARP-Waffen oder nutzten die Gelegenheit, sich einfach einmal auszuruhen.
Am Abend wurde zunächst ein Krimirätsel gelöst, bei dem nach jeder beantworteten Frage eine kleine sportliche Aufgabe zu bewältigen war.
Zum Abschluss wurden erneut fünf Gruppen gebildet. Immer zwei Gruppen mussten zusammenarbeiten und möglichst hohe Türme bauen – Teamarbeit war dabei der Schlüssel zum Erfolg.
Der letzte vollständige Tag der Ritterfreizeit sollte noch einmal etwas ganz Besonderes werden.
Bereits beim morgendlichen Ausritt zeigte sich das, denn dieser fand in passenden Ritter- und Burgfräuleinkostümen statt.
Im Anschluss ans Mittagessen mussten die Kinder die Prinzessin aus den Fängen eines Schurken befreien, damit sie schließlich ihren Prinzen heiraten konnte.
Ab 16:00 Uhr begann die feierliche Zeremonie des lang ersehnten Ritterschlags.
Anschließend wurden die letzten Vorbereitungen für das Rittermahl getroffen, sodass um 18:00 Uhr alle an der festlich gedeckten Tafel von König Hoffel Platz nehmen konnten.
Auf das gemeinsame Essen folgte ein kleines Abendprogramm mit einem Rückblick auf die erlebnisreiche Woche.
Danach hieß es bereits: Koffer packen für die Heimreise.
Nachdem alle Zimmer aufgeräumt und sauber hinterlassen worden waren und sich gestärkt wurde, konnten die Koffer verladen werden.
Mit Taschen voller schmutziger Wäsche, aber vor allem mit einem großen Schatz an schönen Erinnerungen machten sich die jungen Ritter und Burgfräulein auf den Heimweg.
Am Ziel wurden sie bereits sehnsüchtig von ihren Eltern erwartet.
Damit ging eine abwechslungsreiche, spannende und erlebnisreiche erste Ferienwoche voller Abenteuer, Gemeinschaft und unvergesslicher Momente zu Ende.